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Bayrische Rebhühner in Sievershausen - Aktive TSV-Oldies staunten

Die Aktiven Oldiess des TSV 03 Sievershausen begaben sich auf Entdeckungstour mit der Sievershäuser Jägerschaft und erlebten spannende Einblicke in Natur, Wildtierschutz und die Arbeit der Jäger.

Dass die Arbeit der Jägerschaft weit mehr umfasst als das Aufspüren von Wild und den berühmten Schuss zur richtigen Zeit, davon konnten sich die Aktiven TSV-Oldies bei einer Informationsveranstaltung der Sievershäuser Jägerschaft eindrucksvoll überzeugen. Auf dem Programm stand ein informativer und zugleich erlebnisreicher Vormittag rund um Natur, Wildtiere, Landschaftspflege und die vielfältigen Aufgaben der Jäger.

Den Auftakt machte ein spannender und sehr interessanter Vortrag von Jagdpächter Johannes Depenau im Sportheim Sievershausen. Dabei erhielten die Teilnehmer einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Jägerschaft und vor allem in deren intensiven Einsatz für die Hege und den Erhalt der heimischen Tierwelt.

Besonders eindrucksvoll war dabei die Darstellung, wie sehr sich die Landschaft und die Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben – und welche dramatischen Auswirkungen diese Veränderungen auf die Artenvielfalt haben. Was früher für zahlreiche Tierarten selbstverständlicher Lebensraum war, ist heute vielfach verschwunden, hat sich verändert (z. B. Maisanbau) oder ist deutlich kleiner geworden. Die Jägerschaft versucht deshalb, gegenzusteuern und schafft unter anderem in Eigenregie Rückzugsorte und Lebensräume für das Wild (z. B. Renatuierung des ehemaligen Sievershäuser Sportplatzes "Boxhoop" in Zusammenarbeit mit der Realgemeinde).

Ein besonderes Projekt der Sievershäuser Jäger ist dabei der Schutz des Rebhuhns. Rebhuhneier werden aus Bayern nach Sievershausen gebracht, hier ausgebrütet und die Jungtiere anschließend aufgezogen und ausgewildert. Ein bemerkenswerter Aufwand, der zeigt, wie intensiv sich die Jägerschaft um den Erhalt gefährdeter Arten bemüht. Änliches gilt für Fasane aus Bulgarien, die in Sievershausen ausgewildert werden.

Auch moderne Technik gehört inzwischen selbstverständlich zur Jagd und zum Naturschutz. So berichtete Johannes Depenau, dass er vor der Mahd landwirtschaftlicher Flächen mit einer Drohne nach Kitzen sucht, um die jungen Tiere rechtzeitig aufzuspüren und vor den Mähmaschinen zu schützen. Ein Einsatz, der gerade in der Setzzeit Leben retten kann.

Für eine besondere Überraschung sorgte die Information über ein Bild aus einer Wildkamera: Darauf war ein Wolf im heimischen Revier zu sehen. Für die Teilnehmer ein weiterer Beleg dafür, dass selbst vermeintlich Bekanntes im eigenen Jagdrevier immer wieder für Überraschungen sorgen kann.

Nach dem Vortrag ging es schließlich hinaus ins Revier. Mit dem Wildwagen – einem Traktor mit Personenanhänger – und teilweise auch mit Fahrrädern machten sich die TSV-Oldies gemeinsam mit den Jägern auf Entdeckungstour. Vor Ort konnten die Teilnehmer die verschiedenen Bereiche des Jagdreviers kennenlernen und sich die Aufforstungs-, Pflege- und Hegearbeiten der Jägerschaft direkt in der Natur zeigen und erläutern lassen.

Dabei wurde deutlich, dass Naturschutz nicht nur aus großen Projekten besteht, sondern vielfach aus kontinuierlicher Arbeit vor Ort: Lebensräume schaffen und pflegen, Wildbestände beobachten und zählen, junge Tiere schützen, Aufforstungen begleiten, aber auch Predatoren (Raubwild) begrenzt halten und sich dadurch um die unterschiedlichsten Belange der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu kümmern.

Für die TSV-Oldies war es damit ein Vormittag mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen. Und das Fazit fiel bei den Teilnehmern entsprechend eindeutig aus:

Die Jägerschaft ist weit mehr als Schießen!

Nach der Reviererkundung wartete schließlich noch der gemütliche Teil auf die Ausflügler. Bei Wildbratwurst und Käsegrillern vom Sievershäuser Reh konnten die Teilnehmer die zahlreichen Eindrücke noch einmal Revue passieren lassen und in geselliger Runde über das Erlebte diskutieren.
Ein herzlicher Dank der Aktiven TSV-Oldies geht an Johannes Depenau und sein Team mit Claas Brandes, Sören Glimman und Frank Hartwig aus der Sievershäuser Jägerschaft für den spannenden Vortrag, die interessanten Einblicke und die informative Tour durch das Jagdrevier. Der Vormittag hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Engagement notwendig ist, damit Wildtiere auch in einer sich ständig verändernden Landschaft ihren Platz behalten.

Bilder gibt es in Kürze auf www.tsv03.de !

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